Der ultimative Leitfaden zur Auswahl und Wartung eines lebensrettenden AED
Rund ein Drittel aller Herzstillstände passieren in öffentlichen Bereichen. In diesen Situationen entscheidet die schnelle Verfügbarkeit eines Automatisierten Externen Defibrillators (AED) über Leben und Tod. Damit ein AED im Notfall zuverlässig funktioniert, sind die richtige Auswahl und eine regelmässige Wartung entscheidend.
Wie funktioniert ein AED?
Ein AED analysiert den Herzrhythmus einer bewusstlosen Person. Erkennt das Gerät gefährliche Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern oder Kammertachykardie, bereitet es einen Elektroschock vor, um den normalen Herzrhythmus wiederherzustellen.
- Halbautomatische AEDs: Das Gerät fordert den Helfer auf, den Schock per Knopfdruck auszulösen.
- Vollautomatische AEDs: Der Schock wird nach einer akustischen Warnung automatisch abgegeben.
Wichtig: Während der Schockabgabe darf niemand den Patienten berühren.
Wichtige Kriterien bei der Auswahl eines AED
Moderne Technologie
AEDs mit biphasischer Schocktechnologie passen sich besser an unterschiedliche Körperwiderstände an. Sie sind wirksam und schonen gleichzeitig den Herzmuskel.
Einfache Bedienung
Ein guter AED ist intuitiv bedienbar. Klare Sprachanweisungen und verständliche Bilder führen den Helfer Schritt für Schritt durch die Reanimation.
Zertifizierungen und Normen
Für den Einsatz in der Schweiz muss ein AED das CE-Kennzeichen tragen und die Normen EN 60601-1 und EN 60601-2-4 erfüllen. Der Hersteller sollte zudem nach ISO 13485 zertifiziert sein.
Einsatz bei Erwachsenen und Kindern
Praktisch sind AEDs, die für Erwachsene und Kinder genutzt werden können – entweder über spezielle Elektroden oder eine Umschaltfunktion.
Warum der Hersteller entscheidend ist
Ein AED hat eine Lebensdauer von über 10 Jahren. Deshalb lohnt es sich, auf einen Hersteller mit Erfahrung und stabilem Service zu setzen. Unternehmen mit langer Marktpräsenz bieten langfristige Ersatzteilverfügbarkeit, Software-Updates und technischen Support. Günstige No-Name-Produkte können später hohe Folgekosten verursachen.
Wartung und laufende Kosten
Der Anschaffungspreis ist nur ein Teil der Gesamtkosten. Auch Wartung und Verbrauchsmaterial müssen eingeplant werden.
- Batterien: In der Regel nicht wiederaufladbar, mit einer Lebensdauer von ca. 5 Jahren.
- Elektroden: Müssen nach jeder Anwendung oder spätestens alle 24 Monate ersetzt werden.
- Selbsttests: Moderne AEDs führen automatische Selbsttests durch und melden Fehler sofort.
- Software-Updates: Können notwendig sein, wenn sich medizinische Richtlinien ändern.
Der richtige Standort für Ihren AED
Der Standort beeinflusst die Einsatzbereitschaft stark. Bei einer Aussenmontage (z. B. in Parks, auf Plätzen oder an Gebäudefassaden) muss der AED geschützt werden.
Defibrillatoren funktionieren nicht zuverlässig bei Temperaturen unter 0 °C oder über 50 °C. Deshalb ist ein beheizter AED-Schrank mit Thermostat notwendig. Dieser schützt vor Kälte, Hitze, Feuchtigkeit und Staub.
Fazit: Sicherheit durch Qualität und Wartung
Ein AED rettet Leben – aber nur, wenn er im Ernstfall einsatzbereit ist. Mit einem hochwertigen Gerät, einem erfahrenen Hersteller und regelmässiger Wartung stellen Sie sicher, dass Ihre Organisation oder Gemeinde in der Schweiz optimal vorbereitet ist.
