Defibrillator für Restaurants
In der Schweiz steht die Qualität an erster Stelle – das gilt nicht nur für das Essen, sondern auch für die Sicherheit der Gäste. Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen, auch während eines gemütlichen Abendessens. Da die Überlebenschance pro Minute ohne Behandlung um 10 % sinkt, ist schnelle Hilfe entscheidend.
Hier erfahren Sie, wie Ihr Restaurant mit einer klaren Strategie Leben retten kann.
Die 3-Minuten-Regel
In einem Notfall zählt jede Sekunde. Experten empfehlen, dass ein Defibrillator (AED) so platziert sein muss, dass er innerhalb von maximal drei Minuten geholt und am Gast eingesetzt werden kann. Für Restaurants bedeutet das:
- Der AED darf nicht in einem geschlossenen Büro versteckt sein.
- Er muss gut sichtbar und klar beschriftet sein.
- Auch auf Terrassen oder in grossen Sälen muss das Gerät schnell erreichbar sein.
Ein Plan statt Chaos: Der Herznotfallplan (CERP)
Ein Gerät an der Wand allein reicht nicht aus. Die Forschung zeigt, dass die Überlebensraten in Umgebungen mit einem schriftlichen Herznotfallplan (Cardiac Emergency Response Plan, kurz CERP) deutlich höher sind. Ein solcher Plan legt fest:
- Wer ruft den Notruf (in der Schweiz die 144)?
- Wer holt den AED und beginnt mit der Reanimation?
- Wie werden die anderen Gäste betreut, um Panik zu vermeiden?
Das Team: Die 10 %-Regel
Es wird empfohlen, dass mindestens fünf Personen oder 10 % des Personals als festes Notfallteam ausgebildet werden. Diese Mitarbeiter sollten:
- Regelmässig in CPR (Herz-Lungen-Wiederbelebung) und der Anwendung des AED geschult werden.
- Mindestens alle zwei Jahre ein Auffrischungstraining absolvieren.
- Einmal pro Jahr eine Notfallübung (Drill) im Betrieb durchführen.
Keine Angst vor Fehlern
Ein Hauptgrund, warum Passanten nicht helfen, ist die Angst, etwas falsch zu machen. Doch moderne AEDs sind extrem sicher:
Die moderne «Safety Station»
Ein neuer Trend ist die Sicherheitsstation. Dabei wird der AED mit weiteren Werkzeugen kombiniert, zum Beispiel mit Sets zur Blutungsstoppung («Stop the Bleed»). Besonders in einer Restaurantküche ist dies eine wertvolle Ergänzung.
